LIVE von der U 14w- Fortsetzung

Da die einzige Verbindung zur Aussenwelt eine Landstraße war, konnte ich leider nicht LIVE berichten.

Normalerweise werden die DVMs im Dezember veranstaltet und sind so ein schöner Jahresabschluß für die teilnehmenden Vereine. Auch 2013 sollte dies so sein, doch der mit angereiste oder schon vor Ort weilende NORO- Virus hatte etwas dagegen und schaffte den Abbruch der Meisterschaft nach 4 Runden  Eine lange Findungszeit schloss sich an und dann stand der Beschluß und die Absicht vom 27.06. bis 29.06.2014 die restlichen 3 Runden auszuspielen. TuRa SCHACH gehörte mit zu den insgesamt 13 Teams, die diese Idee unterstützen wollten.

Bis zum Termin wurden unsere Spielerinnen darauf vorbereitet und unsere Teilnahme organisiert.

27.06.2014

Anreise:

Für mich begann der Anreisetag sehr entspannt und so konnte ich ohne Stress Richtung HBF Hamburg aufbrechen. Das Wetter war angenehm und im Wissen, dass alles gut organisiert ist, wartete ich auf die Mädels. Marietta und Inken kamen mit der U- Bahn, Anna-Blume mit dem Zug aus Lübeck und Luisa sollte aus Burg mit dem PKW gebracht werden. So 30 Minuten vor Abfahrt dann ein erster kleiner Schock. Fam. Janke stand in HH in einem Stau so ca 10 km vor dem HBF. Naja, dachte ich mir, noch kein Thema, schafft man locker. Also sind wir zum Bahnsteig 14 und schauten den Zügen beim Ein und Ausfahren zu. Allerdings wurden die folgenden Anrufe von Fam. Janke beunruhigender. Nun verblieben noch 5 Minuten und man war noch 2 km entfernt. Das wird wohl nix mehr und so stellten wir uns schon mal darauf ein, dass Luisa leider nicht dabei sein wird. 3 Minuten vor Abfahrt des Zuges wurden wir dann auf Gleis 14 darüber informiert, dass unser Zug ab der Acht abfährt. Oha... nicht viel Zeit um in dem Freitagsgewimmel schnell mal den Bahnsteig zu wechseln, aber es gelang uns wenige Sekunden vor der Abfahrt in den ICE einzusteigen.

Zumindest dies ging gut und auch unsere Fahrt verlief mit den obligatorischen Minuten der Verspätung entspannt. In Göttingen stieg dann auch noch Nathalie zu und zu Viert + mir ging es weiter zum Zielbahnhof.

In Fulda ging es dann darum den etwas versteckten ZOB zu finden. Handy- Anrufe um über unsere Verspätung zu informieren gingen leider erst ins leere, bis es dann doch noch klappte.

Die Jugendherberge war vom reinen Äußeren so wie auf der WEB der Einrichtung.

Alle Teams waren angereist und so wie ich es sehen konnte, auch mit ihren besten Spielerinnen. Wir waren ohne Luisa da, dafür aber mit Marietta.

Zimmer beziehen und die Feststellung, dass Türen nicht so geliebt werden in dieser Einrichtung oder aus Sicherheitsgründen auf die Abtrennung des Bad/WC Bereiches vom Schlafraum verzichtet wurde. Das Abendbrot, was sehr spartanisch aufgetischt war, wurde auch dazu genutzt die anderen angereisten Spielerinnen und Betreuer zu begrüßen. 

Nach einer unspektakulären Betreuersitzung ging es (natürlich nach der Vorbereitungsphase auf die 5. Runde) zum Fachsimpeln mit den anderen Trainern und Betreuern. Dabei lernten wir auch einen oder wohl den Hauptverantwortlichen der Einrichtung kennen. Leider stand das erste Zusammentreffen unter keinem glücklichen Stern, was wohl auch mit am etwas angehobenen Promillepegel des Herrn gelegen haben könnte. Natürlich macht man auch als Gast Fehler, allerdings war die Zurechtweisung dann doch sehr schroff  und was halt nicht so schön war, man war plötzlich für alles verantwortlich, was im Leben des Herbergschefs schief gegangen war. Sei's drum, alles wird gut!

 

28.06.2014

Tag 1

Der Morgen in Ober.... begann mit Aufstehen und der Freude auf ein leckeres Frühstücks- Buffet. Mit Sicherheit würde es etwas reichhaltiger sein als das Abendbrot. Ok, man darf ja träumen.

Fast pünktlich um 9 Uhr begann die erste (5.) Runde. Marietta wurde von uns ganz viel Druck genommen und so konnte sie frei aufspielen und zeigen was sie schon alles kann. Dies lief in der Partie ganz gut. Anna-Blume hatte wieder ihre Gegnerin vom Dezember, wie auch Inken und Nathalie. Auch unsere ersten Drei wurden dazu verdonnert einfach Schach zu spielen und dann zu schauen was wird. Als Ziel hatten wir uns einen Gesamtpunktestand von 9:5 vorgenommen und die fehlenden 3 TPs sollten in den 3 Runden erobert werden, die vor uns lagen.

Keinen Schritt in diese Richtung gab es gegen Langen. Leider ging das Match knapp mit 1,5:2,5 verloren. Einzig Inken konnte mit einem Plan eine etwas fest gefahrene Stellung gewinnen. Nathalie übersah eine kleine Sache, was ihrer Gegenspielerin jedoch die Chance eröffnete eine Art Angriff aufzubauen. Nach 3x Stellungswiederholung gab es ein Remis.

Anna-Blume patzte im Mittelspiel, was auch etwas an der fehlenden Bedenkzeit lag, welche sie vorher in der Eröffnung verstreichen lies.

Bleibt noch Marietta, die bei ihrem Premieren- Match auf deutscher Ebene einen guten Eindruck hinterließ. Allerdings reichte es noch nicht zu einem Punktgewinn oder Remis... Schade.

Neben unseren Mädchen waren wohl auch die vielen einheimischen Fliegen etwas traurig, dass unser Start in diese DVM- Fortsetzung schief ging. Allerdings blieben sie der Veranstaltung bis zum Ende treu, worauf wohl nicht nur wir gern verzichtet hätten....

 

Das Mittagessen hielt was die 2 voran gegangenen Mahlzeiten versprachen. Reis mit "Würmerfleisch" und Zaziki ähnlicher Sauce. Salat und Karamellpudding. Hm, Lecker... vielleicht ;)

In der Nachmittagsrunde wartete die TSG Gadebusch auf uns. Bei der NVM konnten wir ziemlich klar gewinnen, was diesmal auch unser Ziel war.

Der Wettkampf begann dann auch aus unserer Sicht sehr optimistisch und auf den Brettern sah es im ersten Teil der Partien nach einem 4:0 aus. Als Erste war Anna-Blume fertig, die sich diesmal viel vorgenommen hatte und dies auch umsetzen konnte. Etwas später erhöhte Inken auf 2:0. Marietta hatte eine schöne Mattdrohung aufbauen können, die den Verlust der Dame der Gegnerin zur Folge hatte. Im weiteren Spielverlauf merkte man ihr jedoch die Unerfahrenheit an und so wurde aus dem Forteil nach und nach ein Nachteil bis zum Partieverlust.

Nathalie hatte einen Bauern erobern können und konnte in ein schönes aber auch gefährliches Bauernendspiel abwickeln, mit inzwischen 2 Plus- Bauern. Die Partie wurde am längsten gespielt und leider schätzte sie eine Situation nicht korrekt ein und verlor einen ihrer Bauern. Das dann auf dem Brett gestandene Endspiel war Remis. Mit 2,5:1,5 gingen die Teampunkte dennoch an uns.

Wie sich das für ein Team gehört haben wir Alle gewartet bis Nathalie so ca 19.30 Uhr fertig war und wollten dann zum Abendbrot gehen. Wir kamen also in den Speisesaal und der war dunkel. Eine nette Küchenfrau zeigte sich jedoch sehr flexibel und so war alles Gut. Man hatte halt nicht Bescheid gesagt, dass da noch paar Nachzügler kommen...

 

Am Abend merkte man den Mitreisenden aus Grimma schon die Vorfreude auf den möglichen Titelgewinn an. Immerhin fehlte nur noch 1 TP zum Glück. Für TuRa sollte es am Sonntag noch um Bronze gehen. Das wir da überhaupt noch die Chance dazu hatten, war ein kleines Wunder :) Unsere Gegnerinnen aus Wilkau wollten jedoch noch ihre Minimalchance auf Gold wahren und zugleich Silber absichern, so dass es ein schweres Match werden sollte, bei dem wir krasser Außenseiter waren.

 

29.06.2014

Tag 2

Sonntag und kein schönes Wetter in Ober(Fliegen)bernhards .Bereits 7 Uhr war Frühstück, da die Runde diesmal um 8 Uhr beginnen sollte. Auch an diesem Morgen verteilte sich das Frühstück auf den großen zusammen gestellten Tischen und die Stimmung vor dem Match gegen einen der Favoriten war sehr ausgelassen bei Uns.

Schon nach wenigen Zügen auf dem Brett war ein deutliches Übergewicht an 2 der 4 Bretter der West- Sächsinnen zu erkennen und eine klare Niederlage deutete sich an. Kurzfristig hatte ich bei einem meiner kurzen "Kiebitzrunden" einen Hauch von Hoffnung, dass wir vielleicht was für unser Brettpunkt- Konto machen könnten. Allerdings wurden Diese um 12.05 Uhr gnadenlos vernichtet. 0:4 klingt hart und beendet unsere Traumserie, bei den letzten 9 DVM- Teilnahmen die letzte Runde nie verloren zu haben.

 

Nur kurz war etwas von Enttäuschung und Ärger über eventuell verpasste Chancen bei den Mädchen und mir zu spüren, dann half uns Otto mit "der menschliche Körper" wieder aus dem Tief heraus und in ca 6 Monaten ist ja wieder DVM- Zeit und wir hoffen, dass wir dabei sein werden um wieder anzugreifen.

 

Neue DEUTSCHE MEISTER sind die Mädchen des SV 1919 Grimma, vor den Mädels aus Wilkau-Haßlau und den Spielerinnen aus Paderborn.

Hatten wir vor der letzten Runde als Vierte noch die Chance auf eine Medaille, rutschten wir nach dem 0:4 noch bis auf Platz 8 ab, Punktgleich mit dem Team auf dem 5. Platz..

 

Kleines Fazit:

Obwohl sich Marietta sehr viel Mühe gegeben hatte, konnte sie unsere Stammspielerin an 4 nicht ersetzen. Durch den sehr kurzfristigen Ausfall von Luisa, die ja schon auf dem Weg zu unserem Treff in HH war und dann durch mehrere Staus ausgebremst wurde, erhöhte sich der Druck auf Nathalie, Inken und Anna-Blume.

Am Besten kam damit noch Inken zurecht, die mit ihren 2 aus 3 dem Team helfen konnte. Anna-Blume hatte 2 nicht so optimale Partien und verlor Beide wegen Unkonzentriertheiten. Nathalie an Eins musste in den Runden 2 und 3 in ein Turmendspiel. Gab es in einem davon durchaus auch die Chance auf einem vollen Punkt (statt Remis) war das Endspiel heute sicher Remis, was uns jedoch nichts geholfen hätte. Eine Idee eventuell die Partie mittels Freibauer zu gewinnen erwies sich als Rechenfehler.

 Erfreulich war das weitere Zusammenwachsen des Teams und die gute Stimmung bis zum Schluß.

 

1

SV 1919 Grimma

1454

Sachsen

6

1

0

13

18½

53

2

SV Muldental Wilkau-Haßlau

1583

Sachsen

6

0

1

12

20½

62

3

SK Blauer Springer Paderborn

1517

Nordrhein-Westfalen

4

1

2

9

15½

60

4

Schachgemeinschaft Leipzig

1354

Sachsen

4

1

2

9

14½

54

5

SK Langen

1341

Hessen

4

0

3

8

16½

59

6

SK Gräfelfing

1144

Bayern

4

0

3

8

16½

40

7

SV Turm Lahnstein

1362

Rheinland-Pfalz

4

0

3

8

15½

54

8

Tura Harksheide

1537

Schleswig-Holstein

3

2

2

8

15

52

9

SV Empor Berlin

1375

Berlin

3

1

3

7

13½

55

10

USG Chemnitz

1342

Sachsen

2

2

3

6

14½

37

11

TSG Gadebusch

1170

Mecklenburg-Vorpommern

3

0

4

6

13½

41

12

SK Neumarkt

1161

Bayern

2

1

4

5

12½

29

13

SG Porz

1201

Nordrhein-Westfalen

2

1

1

5

9

18

14

SC Schachelschweine

1110

Hamburg

2

0

2

4

9

16

15

Karlsruher SF 1853

1155

Baden

2

0

2

4

20

16

SV Empor Erfurt

1350

Thüringen

1

0

3

2

24

17

SK Bebenhausen 1992

820

Württemberg

1

0

6

2

7

27

18

SV "Glück auf" Rüdersdorf

1241

Brandenburg

1

0

3

2

7

26

19

SG Solingen

1355

Nordrhein-Westfalen

1

0

3

2

6

25

20

SK Endingen

876

Baden

1

0

3

2

13

 

Unsere Abreise klappte perfekt. Da wir noch etwas Zeit hatten, nutzten wir Diese um bei McD Tandem zu spielen und im Internet zu surfen ;) (gab ja großen Nachholebedarf)

Mein dank geht an unsere Mädchen, die mit dabei waren bei einer Premiere und versuchten, trotz des schmerzlichen Ausfalls von Luisa, ihr Bestes zu geben.