Nach Platz 1 nun die Doppeleins (Platz 11)

Die DVM 2011 ist Geschichte und sie wird bei uns als eine sehr komplizierte Meisterschaft in Erinnerung bleiben.

Schon die Geschehnisse vor unserer achten Teilnahme an einer DVM, waren einer DEUTSCHEN unwürdig.
Sehr lange wurden wir als qualifiziertes Team darüber im Unklaren gelassen, wer mit welcher möglichen Aufstellung an der DVM teilnehmen wird. Dies erfolgte erst 8 Tage vor dem Beginn der DVM Seitens der DSJ (Veranstalter). Eine Spitzfindigkeit führte dazu, dass eine Jahrelange Gastspielerregelung ausgehebelt und für Nichtig erklärt wurde…natürlich nicht offiziell von der DSJ, sondern auf Nachfrage vor Ort vom Ausrichter. Statt 20 möglicher Teams waren 18 dabei, dies auch weil die DSJ nicht wie angekündigt rechtzeitig auf Nachrückersuche gegangen ist (Veröffentlichung auf WEB blieb aus)
Beim Thema Ausrichter möchte ich Michael Zeuner und seinem Team Bescheinigen, dass sie aus der DVM ein Event gemacht haben, was auf Grund komplizierten Kommunikationsproblemen mit dem Veranstalter (DSJ) fast gescheitert wäre. Normalerweise stellt die DSJ den Turnierleiter (DVM Referent), welcher vor Ort als Hauptschiedsrichter fungiert. Nicht nur in Arendsee war dies nicht der Fall. Der Schiedsrichter der U 14w, Stefan Erfel (Tamm) wurde erst wenige Tage vor der DVM gefunden und kam so zur Leitung seiner ersten Deutschen Meisterschaft. Das gleiche Schicksal ereilte die parallel laufende U 12, da auch hier erst wenige Tage vorher klar war, wer als Schiedsrichter die DVM leiten wird.
Die Tatsache, dass ausgerechnet zur DVM das Internet verschwand und so die Vereine einer Berichterstattung beraubt wurden, kann man dem Ausrichter nicht anlasten, da sie ja von den zugesagten Gegebenheiten abhängig waren und wenn diese dann nicht eintreffen, dann sind auch sie Machtlos. Dennoch war es ärgerlich!
Bleibt als Fazit, dass die DVM in diesem Jahr nicht der DSJ liebstes Kind war! Es bleibt zu hoffen, dass 2012 hier einiges anders läuft um auch die DVM zu einem Jahreshöhepunkt zu machen. Dabei würde es ausreichen, wenn die DSJ ihre Zusagen aus dem Ausrichtervertrag einhält…insbesondere die SpielerInnen, Vereinsverantwortlichen und nicht zuletzt die Ausrichter würden es der DSJ danken! Eine bessere Öffentlichkeitsarbeit und eine engagiertere Kommunikation würde die teilnehmenden Vereine sehr freuen.
Die etwas längere Einleitung war aus meiner Sicht und auch nach Abstand notwendig. Immerhin sind wir seit 2004 bei einer DVM dabei und haben schon einiges erlebt um uns zu 2011 ein Urteil erlauben zu können.

Für uns endete die DVM U 14w versöhnlich mit einem schmeichelhaften Remis gegen Uttenreuth. Die voran gelaufenen Runden waren teils kompliziert, dramatisch und auch souverän von uns geführt.
Unsere Mädchen gaben auch in diesem Jahr Alles und versuchten unser internes Ziel zu erreichen. Immerhin ging es auch um einen „Sack voll Münzen“, welche ich im Laufe des Jahres gesammelt habe.
Vor der DVM war uns klar, dass wir 2011 nicht um die oberen Plätze mit spielen werden. Erstmals wurde unser Mädchenfünfer von IM Aljoscha Feuerstack (SKN) vor Ort trainiert. Unsere Hoffnung ist dabei, dass wir ihn auch für die kommenden Jahre gewinnen können und so ging es darum, dass er die Mädchen unter Turnierbedingungen kennen lernte und eine positive „Beziehung“ aufgebaut wird. Man konnte es regelrecht mitverfolgen, wie dies immer besser gelang und er die Mädchen mit seiner Vorbereitung auf die kommende Runde stetig besser erreichen konnte. Die gute Seele unseres Teams war auch diesmal wieder Thomas K. Erneut sorgte er sich um die Dinge, die wichtig waren und so ging er auch mit Luise und Jonna zum Arzt, umsorgte Janina und Anna-Lena und blieb dabei die Ruhe selbst.

Nun zu unserem Team:
Erneut war Luise unsere beste Spielerin. Mit 5 aus 6 (bei 2 Remis) blieb sie auch bei ihrer 5 Meisterschaft (3x DVM und 2x NVM) als Gastspielerin bei TuRa ungeschlagen. Dabei kann sie sich über 2x Titelgewinn (DVM+NVM) und 2x VIZE (DVM+NVM) freuen. Für uns war Luise ein „Hauptgewinn“ und wir werden auch weiterhin Luise bei uns begrüßen wollen, auch wenn sie nun nicht mehr innerhalb der U 14w für TuRa spielen kann.
Anna-Lena litt an einer ausgewachsenen Erkältung und dies sah man dann auch bei den meisten Partien. Das war nicht ihre DVM und doch hat sie 2,5 aus 7 für uns erobert, was unter diesen Umständen ein riesen Ergebnis war.
Inken war neben Luise unsere Bank. Mit 4,5 aus 7 erreichte sie am 3. Brett ein sehr gutes Ergebnis und verhalf unserem Quintett zu einigen Teampunkten. Besonders schön war zu sehen, wie sie ihre Punkte erzielte. Selbst Aljoscha war von ihrer Partieführung sehr angetan.
Jonna und Janina haben ihre erste DVM krank überstanden Vor allem für janina fand ich es schade, dass sie so vom Magen/Darm- Virus im Griff gehalten wurde. Ihre guten Anlagen konnte sie so nicht aufs Brett bringen und ab der 4. Runde fiel sie ganz aus. Dies wiederum nutzte Jonna, zwar auch erkältet, um am Brett zu zeigen was sie schon kann. Das Remis gegen Welper war verdient erkämpft und verhalf uns mit zum Mannschaftsremis.

FAZIT:
Mit dem ausgeglichenen Punktestand können wir sehr gut leben und darauf aufbauen. Für Jonna und Janina war es eine sehr lehrreiche Zeit und in ca 3 Jahren werden wir sie als Stammspielerinnen wieder erleben, sofern sie bis dahin dem Schach treu bleiben.
2012 wird somit unser Team leider ohne Luise auskommen müssen, während sich jedoch Lisa, Anna-Blume und Luisa schon auf ihre erste DVM freuen. In der kommenden Zeit werden wir auch die Anfragen von Mädchen „prüfen“ die gern bei uns als Gastspielerin dabei sein wollen. Allerdings ist bis dahin noch gaaaaaaanz viel Zeit. Jetzt wollen wir erstmal gesund in das Jahr 2012 starten und hierfür von mir ALLES GUTE